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Flüssigkeit im Notebook.

Nun, wie fange ich an? Wir haben alle als Kind schon gelernt das sich Wasser und andere Flüssigkeiten nicht mit Strom vertragen. Als Beispiel wurde früher immer die berühmte Haartrockner in Badewanne Geschichte erzählt wobei der Badende meist nie glimpflich davon kam.

Wer also Wasser oder andere Getränke durch ein Missgeschick in seinen Notebook schüttet,der verursacht meist eine fiese klebrige Sauerei in Tastatur und auf der Hauptlatine welche die elektronischen Bauteile kurzschließt, das bedeutet meist das Ende der Funktion des Computers.

Da der Akku und und die CMOS Batterie die Hauptplatine immer noch mit Strom versorgen zersetzen sich, dann ganz langsam, zum allen Übel auch noch die Leiterbahnen und die Beinchen der Elektronischen Bauelemente wie ICs, Transistoren, Spannungsregler usw. durch elektrolytische Korrosion. (Cola, Limonade und Fruchtsäfte enthalten Phosphossäure, Citronensäure ua. die, die Korrosion auch Ohne Strom schaffen, daher ist besondere Eile angesagt um zur Werkstatt zu kommen, wenn Cola, Limo oder Fruchtsäfte beteiligt sind.)

Bei einem solchen Schaden wird dann meist der Computerfachmann angerufen, und um Rat gefragt. Bisher sah es so aus das ich meiner Kundschaft meist gesagt habe das es sich hier um einen wirtschaftlichen Totalschaden handelt und eine Reparatur in der Regel nicht Lohnt.

Jedoch habe ich vor einem Monat ein Experiment gemacht, welches Hoffnungen weckt.

Ich bekam ein Kundenotebook herein (HP DV6000) über welches sich ein Glas Milch ergossen hatte. Vorab am Telefon riet ich dem Kunden sofort den Akku aus dem Gerät zu nehmen und das gute Stück sofort vorbei zu bringen.

Nach dem das Notebook zerlegt war stellte sich heraus das normalerweise ein neues Mainboard und Tastatur fällig gewesen wäre. Kosten: 590 Euro.

Also dachte ich mir kaputter kann der Kram nicht werden, also habe ich die Teile (ja auch Mainboard und Tastatur!) mit einem Hochdruckreiniger (Fächerstrahl) von den Milchverkrustungen befreit, und die Teile in 70% Isopropanol Lösung gebadet und dann 6 Stunden bei 80 Grad Celsius im Trockenschrank getrocknet. Voller Erwartungen baute ich das Notebook wieder zusammen und betätigte den Power-Knopf. Und? Bingo! Das HP Logo erschien Vista wurde gebootet und das Teil lief wieder. Nur die Pfeil nach links Taste ist bis heute ohne Funktion.

(Die Tastatur sollte nicht getauscht werden da nur noch Restposten davon bei diversen Wucherhändlern bei Ebay vorhanden waren, die für eine deutsche Tastatur 229,- Euro haben wollten)

Wenn Sie lieber Leser mal einen Solchen Unfall haben, sofort das Gerät vom Strom nehmen, Akku entfernen und wenn Sie ran kommen auch die CMOS Batterie. Küchentuch zwischen Display und Tastatur legen, zuklappen und Gerät auf den Displaydeckel legen.

Und dann können Sie mich Anrufen, und ich versuche nach dieser Vorgehensweise ihr Gerät wieder ans laufen zu bekommen. Bei Erfolg zahlen Sie 100 Euro bei Misserfolg 35.- Euro