c64testingNa ja, ich bin kein großer Fan dieser Spiele, die nahezu mit realistischer Grafik eine perfekte Illusion erschaffen. Mein Geschmack ist eben rustikaler Natur. Das hat auch damit zu tun das das letzte Spiel welches ich bei Amazon als Download kaufte (Siedler IV) erstmal 2 GB im Download zu Buch schlug. So installiert man dann freudig das Spiel und freut sich endlich ein wenig zocken zu können, dann  fordert das Spiel erstmal ein fettes 2,5 GB großes Update ein. Wartezeit 45 Min. Danach hatte ich keine Lust mehr. Wehmütig dachte ich an alte Zeiten wo man noch eine 5,25" Diskette ins Laufwerk schob, und mit Load "*",8,1 das Spielvergnügen einleitete. Zugegeben der C64 ist unverändert nicht der Schnellste wenn es ums Laden von Programmen geht, aber mit einigen Modifikationen finden die Programme und Spiele schnell den Weg in den Speicher.

Meinen C64 von damals und zwei zusätzliche Brotkästen aus Kundenbeständen habe ich sogar noch. Also habe ich beschlossen die Geräte wieder auf Vordermann zu bringen. Natürlich mit einigen Goodies. Aber dazu später mehr. Als erstes habe ich mir mal die drei ntkleinC64 Netzteile an meinen Trenntrafo gehängt und die Ausgangsspannung am Ausgang gemessen. Und wie befürchtet der 5 Volt Regler 78S12 des ersten Netzteils war durch. Die gemessenen 12 Volt auf dem 5 Volt Rail hätten die antiken ICs im Rechner komplett geröstet. Also wurden erstmal die Netzteile mit modernen Dioden, Elkos und Schaltreglern versehen. Wer sich noch erinnert, weiß das die C64 Netzteile sehr heiß wurden. Das liegt daran das der verbaute Regler 78S12 von 12 Volt auf 5 Volt runter regeln muss. Im Normalbetrieb zieht der C64 ca. 1A Strom. Das bedeutet also für den Regler das er 7 Watt in Hitze umwandeln muss. Ersetzt man aber den Linearregler durch einen Modernen Schaltregler, werden nur noch ca. 1,5 Watt in Hitze verwandelt. Was cool ist, denn so kann ich mehr Elektronik in den C64 einbauen ohne das mir das Netzteil kaputt geht. Denn theoretisch sollte das Netzteil nun die doppelte Last aushalten als vor dem Umbau.
Als nächstes folgt der Einbau von diversen Floppyspeedern wie JaffyDOS, Turbo System U2 und Speeddos. Da ich keine Kippschalter mehr ins Gehäuse einbauen wollte, wählte ich die schalterlose 4 fach Kernelumschaltung von discoHR. Das Platinenlayout und die Firmware für den PIC gibt es auf GitHub zum Download. So muss man nur noch das Platinenlayout zu einem Platinenfertiger seiner Wahl hochladen, bezahlen und schon bekommt man seine eigene Platine zu gesendet.

Als Liebhaber des einzigartigen Sounds des MOS 6581 Soundchips wurde mir klar auch eine Stereolösung muß in den C64 eingebaut werden. Doch welche Dual SID Lösung bietet sich an? Ich bin schnell auf den Geschmack gekommen die Lösung von Henning Bekel zu verwenden. Der MIXSID Bausatz kommt für knapp 30 Euro daher und bietet alles was das Herz begehrt. Unterstützung von 2 verschiedenen SIDs, Umschaltung des primären SIDs usw.
Doch wie das Stereo Signal nach Außen bringen? Da kommt der Modulatorersatz ins Gespräch. Diese geniale Platine ersetzt den ohnehin obsoleten HF Modulator und fügt dem C64 einen S-Video Ausgang sowie einen Audio Ausgang über Stereo Klinke zur verfügung, intern kann sogar direkt das Stereo Audio Signal von der MIXSID Platine angeschlossen werden.

Nun noch ein neues Gehäuse von Pixelwizard und die H2O2 Gebleichte Tastatue mit samt der Platine verheiraten und fertig ist das Schmuckstück.



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