Angenommen Sie kaufen ein neues Notebook bei einem der großen Elektronikfachmärkte. Sie nehmen es voller Vorfreude in Betrieb. Sie benutzen es bestimmungsgemäß bis Sie nach 12 Monaten feststellen das die Scharniere des Displays immer schwergängiger werden und letztendlich ganz versagen. Sie denken, och ich habe ja 2 Jahre lang Gewährleistung. Also lasse ich den Mangel vom Händler beheben. Sie trotten mit dem Gerät zum Händler und geben es dort ab. Im besten Fall sollte der Händler das Gerät instandsetzen und ihnen zwei bis 3 Wochen später wieder aushändigen.


Doch leider sieht die Praxis anders aus. Viele Hersteller geben nur 1 Jahr Werksgarantie. Stellt der Händler fest das diese Garantie abgelaufen ist, wird der Händler versuchen sich mit fadenscheinigen Argumenten aus der Nachbesserungspflicht herauszuwinden. Aus Sicht eines Händlers ist das natürlich nachvollziehbar, da dieser dann auf den Kosten sitzen bleibt. Leider hat die Industrie und der Handel hier eine Situation erzeugt, wo dem Käufer nur der Rechtsweg übrig bleibt. Und dies ist Kostspielig. Ein vereidigter Sachverständiger muss beweisen das ein Sachmangel von vornherein vorgelegen hat. Und dieser kostet mindestens 300 Euro. Der Anwalt arbeitet auch nicht umsonst. Ob es dann möglich ist, die Kosten ohne Gerichtsverhandlung, mit denen man in Vorleistung tritt, dann beim Verkäufer wieder rein zu holen, ist fraglich. Was bleibt ist festzustellen das die gesetzliche Gewährleistung für den Popo ist!

Wenn man keine Rechtsschutzversicherung hat, die für einen den Rechtsweg in so einem Fall ausschöpft, sollte man einen Bogen um Geräte machen wo nicht mindestens eine 2-3 Jährige Garantie versprochen wird. Fragen Sie den Händler nach der Werksgarantie des Herstellers. Ist diese unter 2 Jahre, ist ihr Recht auf Gewährleistung irrelevant!

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